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Las Vegas oder: Disneyworld Reloaded?

Sorry, ich weiß ja nicht, ob es nur mir so geht, aber erstmal von Anfang an: So aus reiner Langeweile und angeregt durch „Mob City“ habe ich mir mal erlaubt, mir ein paar Infos über Las Vegas einzuverleiben. Ja, schön richtig gelesen. Las Vegas und Disneyworld auf einer Seite. Vertraut mir, warum das nur eine logische Frage ist, eröffnet sich Euch noch. Der Umbruch einer Wüste, nix anderes war der Start dieser heutigen Metropole. Wortwörtlich aus dem Boden gestampft und mit einem langen Hang zu einer etwas anderen Handhabung und Gesetz machte sich zuerst Benjamin „Bugsy“ Siegel hier breit und er sollte ja nicht der einzige bleiben. Nun ja, allzu lange sollte seine Freude über das neu erschlossene Geld-Perpetuum-Mobile ja nicht dauern, aber zumindest hat er den ganzen Krampf mal angefangen.

Die größte Stadt im Bundesstaat Nevada war prächtig für die Ideen des durchgeknallten Mobsters geeignet und ganz klar gedieh die Kasino-Landschaft immer mehr. Verrucht, nicht so ganz ohne, immer ein offenes Sprungbrett für Künstler (man denke an Frank Sinatra) hat sich aus einer kleinen Idee ein Sin City entwickelt. Und natürlich ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Und war bzw ist es nicht jener Hauch des Verbotenem, des Grenzwertigem, das den Reiz von Las Vegas ausmacht? Blödsinn, wie sofort zu heiraten, Sprüche wie „was in Vegas passiert, bleibt in Vegas“ und, und, und?

Und da kommt sie nun wieder: Die menschliche Gier und anderer Mist. Es vergöttert ja niemand die Zeiten, in denen es vielleicht brachial und brutal hoch ging und ja, ich versteh´s ja irgendwo, daß der Staat nicht so auf Steuerhinterziehung und solche Spiränzchen steht. Alles kein Dingens. Sagt auch niemand was dagegen, daß auch Las Vegas sowas wie Regeln und Gesetze haben sollte. Um die geht es jetzt auch ausnahmsweise mal nicht. Nee, es ist doch zum Heulen, wenn man sich ansieht, was aus diesem „magischen“ Örtchen geworden ist bzw wird.

Daß der gemachte Anfang in Nevada allein schon aufgrund der geologischen Gegebenheiten ein gefundenes Fressen war, ist klar. Nicht zu weit weg und gähnende Leere. Also, Platz für Neues, mit dem man die Gegend zupflastern kann. Die damaligen Gesetze luden ja schon fast regelrecht dazu ein, diese Region einzunehmen. Und bis zu einem gewissen Punkt auch klar, daß hier keiner einfach die Vormachtstellung einem einzelnen, nun nennen wir es mal, Unternehmer überläßt und x Leutchen nachziehen. Soll ja auch für Vielfalt sorgen. Allein, was diese Stadt der Künstler- und Entertainmentbranche gebracht hat, läßt sich kaum beschreiben. Klar, den einen oder anderen hat Las Vegas oder besser die hier wunderbar ausgelebte eigene Hirnlosigkeit ein bißchen ins Verderben gestürzt, aber was soll der Geiz. No risk, no fun, kein Tatendrang.

 

Ist doch wahr, hat doch jeder selbst in der Hand, ob er wirklich der Illusion erliegen will, daß gerade er (oder sie) an Tag X im Mirage oder einem anderen Hotel/ Kasino die Bank schlägt. Erstens soll sowas ja auch vorkommen (irgendwie muß man das Spiel ja am Laufen halten) und zum anderen: Man kann auch mit Spaß verlieren, es tut ja nicht zwingend Not, daß man sich gleich ruinieren muß. Außer vielleicht man braucht seine tägliche Dosis Mitleid und so hätte man ja wenigstens einen Grund dafür. Sei´s drum. Faszinierendes Las Vegas, Punkt. Und was einem hinter den Kulissen abschrecken mag, ist vielleicht für wieder Andere der Reiz.

Auch ganz klar, daß das Rotlichtmilieu hier ganz unbedingt weit weg verbannt ist, jaja. Was wär das denn? Ein Sündenpfuhl ohne das? Das macht doch absolut keinen Sinn, ob man nun Besucher solcher Etablissements ist oder nicht. Das gehört wie das Domino-Eis zum Kino, die Hundekacke in den Park und der tägliche Fingerklapps für Politiker. Das muß einfach, ohne fehlt was. Und jetzt kommen wir zum Hohn und Beweis, daß der Mensch an sich ein Rindviech ist (nicht Rindvieh, damit bezeichne ich die huftragenden Tierchen, also VieCh). Weil so geht das nämlich null. Nein. Nee nee. Böse Spielhölle (pfui) und ein bißchen Sex-Appeal ein bißchen übertriebene Party, ein bißchen hart an der Grenze, Kreativität, die aus sich selbst entsteht, um in Vegas als Unternehmer zu bestehen – kurzum: Der Rock´n´Roll paßt nicht zum Tourismus. Ätsch, da hamma den Salat.

Alles schön und gut, ich glaub, niemand will unbedingt, daß sein kleines Kindilein lauter kaum bekleidete Damen rumfetzen sieht. Und Chips sollten in dem Fall auch nicht aus Plastik sein und einfach eine Nascherei. Wenn´s denn in einem gewissen Alter überhaupt schon sein muß. Sind wir mal ehrlich: Würden wir mit einer Metropole der Wissenschaft und der Kultur prahlen, würden wir unseren Touristen auch keine Slums um die nächste Ecke rum präsentieren wollen. Nur so als Beispiel.

Aber was ist das denn? Welcher Depp macht den einen Familienausflug in Las Vegas? Mal ehrlich: Weltenbummler, Vollzeit-Chaoten, Geschäftsleute, Singles, Partygeier, professionelle Spieler, Künstler… aber doch keine Familien mit Kindern. Das wär das Gleiche, als würde man seine Brut zusammensammeln und zu Tui sagen: „Also, wir wollen jetzt in Kriegsgebiet XY Urlaub machen und sie sorgen dafür, daß die da derweil mitm Kriegspielen aufhören“. Sorry, der Vergleich hinkt, aber genau deswegen paßt er. Las Vegas soll touristen- bzw familienfreundlicher werden, eigentlich ist das ja schon der Fall. Klar, gewisse Abgrenzungen sollten schon zum guten Ton gehören, aber das ist mutet ein bißchen an, als wolle man das Geld und das aufgesetzte Entertainment-Gelache irgendwelcher Showgirls behalten und heile Welt spielen.

Und da kommt der nächste Denkkanal-Krampf: Wie doof und kurzsichtig muß man sein, wenn man genau das an einer Sache abschaffen oder immens verkleinern will, was eben das bekannt und einzigartig gemacht hat. Ergo soll heißen: Liebe Touristen, schön, daß ihr da seid, ihr dürft bleiben, Las Vegas gibt´s jetzt nur noch ab FSK 6, aber wurscht. Liebe Unternehmer, anpassen oder pleite gehen, liebes Las Vegas, gut daß du dich nicht im Grab umdrehen kannst. Es hat so einen Hauch von… Falschheit. Man könnt´s auch mit der ein oder anderen Umwälzung im Musikbiz vergleichen: Erst eine Band durch ihre eigenwillige Art und Inividualität groß werden lassen, warten bis die Fans sich festgebissen haben und die Band dann stutzen – damit man kommerziell eine noch breitere Masse erreicht.

Aber was soll´s andererseits: Als Kiddi kann man noch gespannt drauf sein… auf den ersten Rausch, die erste Zigarette oder whatever. Und da sich in wohl zehn Jahren kaum einer mehr einen größeren Urlaubstrip leisten kann, können die Kinder von heute dann wenigstens morgen sagen: „Wie, einem Besuch in Vegas entgegenfiebern? So ein Schmarrn, Micky Mouse kenn ich schon.“

 

Die Illuminationsphilosophie

Diese Thematik wurde bereits kurz im vorhergehenden Text angeschnitten. Bei der Illuminationsphilosophie handelt es sich mit Nichten um etwaige Dinge rund zu Verschwörungstheorien oder dergleichen und es ist nicht uninteressant, legt man so mancher Namensgebung die Form dieser Philosophie zugrunde. Daher soll sie auch ein wenig mehr Platz an dieser Stelle einnehmen.

Diese Philosophie entstand etwa im 12. Jahrhundert in Persien und bedeutet soviel wie „Weisheit der Erleuchtung“. Die Illumination wurde durch den Urheber dieser Philosophie, Shihab ad-Din as-Suhrawardi, in den Mittelpunkt seiner Thesen gestellt und entspricht in etwa der „Philosophie des Lichts“, sollte dabei aber nicht mit der Lichtmetaphysik oder den Illuminationslehren aus anderen Richtungen verwechselt werden. Nun, was macht die Illuminationsphilosophie nun eigentlich aus: Sie stellt nicht, wie gewöhnlich, den induktiven Weg der Erkenntnisgewinnung in den Vordergrund, wie es die meisten Formen der Philosophien zum Thema Weltanschauungen etc tun.

Vielmehr steht hier die intuitive Erkenntnis an vorderster Front, sprich man versteht etwas, weil man es eben versteht. Dies in erster Linie. Es wird ein Song etwa einfach erfaßt, verstanden. Ohne daß es einer Erklärung, einer Aufschlüsselung des Textes etc bedarf. Diese Versuche der Erklärung folgen im Nachhinein, d.h. eine diskursive Form der Erkenntnisgewinnung folgt, in dem, entgegen dem intuitivem Weg, versucht wird, durch logisches und begriffliches Verständnis. So steht in der Illuminationsphilosophie auch die Essens, das Wesen vor der Existenz, was gut und oft auf Kritik stößt, doch wo ist dies nicht der Fall…

In dieser Philosophie wird mit dem Bildnis des Lichts gearbeitet, mit Hilfe dessen ein Zusammenhang zwischen einem Gott und dessen Schöpfung hergestellt wird. „Gott“ als DAS Licht schlechthin, die Realität stellt einen dauerhaftes Licht dar, insofern ist die Realität ein Teil Gottes. By the way: Initiator Suhrawardi wurde hingerichtet, die Umstände sind – sozusagen – Verschlußsache. Auf jeden Fall gefiel nicht jedem, der seinen Thesen lauschte, was er da so zu Gehör bekam, stellte diese Philosophie in ihrer Weiterführung einige Dingelchen gewaltig in Frage.

Die Annahme Suhrawardis stellt sich wie folgt dar: Die Essenz einer Sache kann nicht in bestimmten Kategorien wahrhaftig verstanden werden, nur Teile ihrer Existenz. So kann man also nie endgültig zu einer wahren Erkenntnis gelangen, wählt man nicht den intuitiven Weg zur Weg. Dies schließt nicht aus, daß Erkenntnisse logisch nachvollzogen werden und wurden bzw dies selbstredend ein wichtiger Bestandteil war, doch steht dies eben nicht an erster Stelle. Diese Form der Erkenntnisgewinnung wird auch gern mit dem Erfahren von Schmerzen verglichen: Unmittelbar und ganz. Etwas muß so nicht nur optisch oder akustisch wahrgenommen werden, sondern in seiner Gesamtheit erkannt werden, in seiner Essenz. Suhrawardi selbst nannte dies auch „Erkennen durch Gegenwart“, daher auch der Terminus der Illumination, der Erleuchtung.

Um bei dem dazugehörigen Bildnis zu bleiben: Das Licht, da Gott sozusagen ausstrahlt, steckt also in allem, wirft sich auf alles und reflektiert, nicht nur untereinander, auch zurück zum Ursprung.

Ist die Presse einfach durch?

Hm, unsereins ist einfach mal geneigt zu sagen: JA. Aber mit Volldampf die Karre im Dreck versenkt. Gut, ich könnte mit dieser atemberaubenden Erkenntnis diesen Post auch gleich wieder schließen, denn auf Punkt gebracht ist die Meinung damit.

Ganz so einfach wollen wir es uns aber nicht machen. Fragen wir doch zu erst einmal warum dem so ist. Ganz bös´ g´sagt sind wir wieder ins Mittelalter zurück gefallen, als die bitterböse Kirche das Lesen nur elitären Haubentauchern erlaubte, oder anderzeits und -orts, wo eben auch nicht jeder Lesen lernen durfte. By the way: Mit´m Schreiben hatten´s die Leute dann somit also auch nicht so wirklich, gelle. Fei echt!

Lernen durfte nur, wer halt eben „auserwählt“, also betuchter oder großkopferter war oder sonstwas, oder es ging nach der Geschlechterfrage (ja, gibt´s ja immer noch). Unterm Strich heißt das schlicht eben nichts anders als: Infos darf nicht jeder haben. Heutzutage dürfen die meisten lesen lernen (gut, die Kinder an der Schule verfluchen´s manchmal, schätz´ ich) – und das ist auch gut so. Sprache ist nicht nur etwas wundervolles, wenn man seinem Gegenüber gewählt sagen kann, daß er/ sie leise gehen, also sich schleichen soll (= Land gewinnen), man sein Gegenüber elegant auszukontern vermag oder schlicht einen Vortrag halten muß.

Nehmen wir als Beispiel den Turmbau zu Babel: Bibel hin oder her, auf jeden Fall war es den Leuten, die das Zeugs zusammengeschrieben haben, wohl wichtig genug, auf Sprache als Kommunikationsmittel einzugehen, daß genau diese durch Gott als Strafe für die Hochnäsigkeit der Menschen zerstruet wurde. Gut, heut hamma den Salat und dürfen uns in manchen Fällen mit Händen und Füßen verständigen (nein, Tritte in die Eier sind dabei nicht gemeint).

Sprache hat Kraft. Und, um auf´s Thema zurückzukommen (jaja, ich weiß, ich schweif gern ab, pfff, ich darf das): Das geschriebene Wort hatte auch den Wert von Information. Ganz wichtig, merken, gell. Gut, nun kann man sagen: „Hey, is doch mir wurscht, i hob an Fernseher. “ Das war jetzt übrigens bay´risch. Ja, schee für di… und a schee, daß´d da Nachrichten ohean kannst (=anhören kannst), aber was hilft´s denn?

Liebe Leser, eines muß man doch mal ganz klar gesagt werden: Erst ist das Lesen an sich verboten worden. Dann Bücher unter Verschluß gehalten (wie auch andere  – nennen wir es mal – Wissensblätter etc)… und heute? Ja, wenn alles nix mehr hilft und jedermann heutzutage fast alless finden kann, was er/ sie will, erfindet man halt nur noch Kack, veröffentlich den und nennt es: Tata: Presse. Ja, wos, Presse von Presswurscht, Presse von erpresst worden sein, daß man den Mist oder Unwahrheiten schreibt? Presse von schlecht gesch… und dann pressen müssen? Es ist mir schleierhaft.

Fakt ist: Ich schimpf mich selber Sauklauerin, also Redaktions-/Journalistenmensch und ich will sicher nicht die ganze Zunft über einen Kamm scheren. Aber wie schaut´s denn aus? Entweder es kommen nur aufgebauschte Katastrophenmeldungen (schön zum Ablenken vom Fracking, ha?), die Wahnsinnsenthüllungen sind dann wahrscheinlich jene, wo man erfährt, daß der eine Haxen von Angelina Jolie 0,5 cm länger ist als der andere… und bei den wirklich wichtigen Themen wird gelogen, gemauschelt oder auch ganz nett (und ich schau jetzt mit meinem inneren Auge niemanden ganz tief in das rabenschwarze Köpfchen – rabenschwarz, weil leer und Licht aus): Diffamierungen, die keine Sau aushält.

Informative Blätter und Sender halten sich dezent mit Dokus im Hintergrund oder sind im Free TV eh nicht zu bekommen, kritische Sendungen wie etwa „Neues aus der Anstalt“ (sehr genial, da auch nicht wirklich politisch Interessierte einfach einen Zugang zwangsläufig durch die Bissigkeit der Sendung und der jeweiligen Akteure finden) kommen  mitten in der Nacht bei ZDF (pauschal wegen der GEZ eh schon unten durch) und was sich früher für Kunst einsetzte, bringt heut „Entertainment“ an den Start. Ja, wunderbar, sog i da. ENTERTAINMENT. Ja, unbeschwerte Unterhaltung ist was tolles, ein bißchen Luft für die Seele, aber zu 90 Prozent hirnloser Krampf nach Schema F ( und da brachte man mal den Witz „was denkt ein Bassist auf der Bühne? A -A, E-E…“).

Das ist einfach nicht Fisch, nicht Fleisch, sondern Gammelfischfleisch, sorry. Das Problem ist hierbei nicht wirklich, daß nicht ALLE Zeitungen, Sender, Journalisten bei der Wahrheit und sogenannten investigativem (früher stand das für Enthüllungen und nicht für Daniel Düsentrieb) Berichterstattung bleiben/ geblieben sind. Das echte Problem ist auch nicht, daß hier geschmiert wird, daß Sachen unter den Teppich gekehrt werden, die Politik das Gleichgewicht im Blätterwald tütelt…

Das echte Problem ist: Es ist aufgefallen.

Und somit, liebe Presse: Nachdem man den Wind aus den Segeln genommen hat, hat man zudem folgendes geschafft: Das Vertrauen ist hinüber. Es ist schön zu wissen, wenn man jemanden nicht glauben kann. Oder auch, wenn EINEM Bericht von Blatt XY nicht glauben kann. Aber im Grunde ist die Presse an einem Punkt, daß eben null Glaubwürdigkeit mehr vorhanden ist. Alles wirkt schwammig, vorsichtig – oder verlogen.

Vielleicht war´s einfach zuviel des Guten – die Presse hatte viele Chancen, denn eigentlich heißt es ja, wer einmal lügt… Meiner bescheidenen Meinung nach glaub ich lieber gar nix mehr und schau mir die Welt selber an. Das „Zeugnis Anderer“, daß diese Branche an den Tag legt, ist ein Armutszeugnis geworden. Sorry, genug geschimpft.

Der Hooton-Plan

hootonNun, nicht wenige wird dieser Begriff erstmal gar nix sagen, darum etwas dazu an dieser Stelle. Der Paläoanthropologe und Hochschullehrer Earnest Albert Hooton wurde 1887 in Clemansville, Wisonsin geboren. Im Rahmen seines Wirkens beschäftigte sich der gute Mann sehr gern und umfassend mit Rassentheorien und ließ sich mal zu einem netten Text hinreißen, der Grundlage vielerlei Vermutungen ist. Oder nennen wir es Verschwörungstheorien – wobei: Kann man heutzutage noch von Verschwörungstheorien sprechen? Vieles scheint sich, egal, um welches Thema es sich dreht, sei es nun die Ermordung Kennedy´s, der 11.09. etc nun wirklich keine Verschwörungstheorie mehr zu sein.

Und auch die Worte und Ideen Hooton´s, die von einigen seiner Fachkollegen weitergeführt und bekärftigt wurde, besagt kurz und knapp: Das Deutsche Volk könne man ja an sich nicht wirklich salonfähig machen bzw auf soziale Art und Weise bekehren und von dieser Rasse würde immer eine Gefahr ausgehen, denn sie habe wohl so eine Art Kriegsgen bzw eine naturgegebene Veranlagung dazu im Blut.

Ganz ehrlich, ich verzeih ja für die Zeit, als er das losgelassen hat, eine Menge, absoluter Quatsch ist es trotzdem. Wäre das dann das Maoam-Gen statt des wirklich vorhandenen M-AOA-Gens? Oder wie soll man sich das vorstellen? Ein ebenfalls zusammengewürfelter Haufen aus verschiedenen Einschlägen Germaniens bla bla blubb und alle haben dasselbe Rad ab. Genau. Nun, wie dem auch sei, solche Depperl-Theorien stoßen natürlich bei manch verstrahlten Köpfen auf offene Ohren. Nun denn:

Vorschlag bzw These war nun ergo folgende: Man müsse das deutsche Volk im Endeffekt biologisch heraus umerziehen und ihnen diesen Scheiß im Kopf von wegen böse sein und Krieg führen austreiben. Als wären wir alle ein Sproß von Lobo, sei´s drum. Jeder hirntechnisch aufgeschlossene Mensch wird hier das erkennen, was dem Dritten Reich zugeschrieben wurde und wird: Rassismus.

Der sogenannte Hooton-Plan, wie die Grundidee wohl unter der Hand und erkennbar an manchen Wortfetzen weitergesponnen wurde, besagt, man müsse das deutsche Volk also mit anderen Genen kreuzen und zwar, ob das jemand von den Deutschen will oder nicht, das „Deutsche Gen“ muß ausradiert werden. Es wurden Stimmen laut, man solle für vermehrte Einwanderung nach Deutschland sorgen, diese Einwanderung fördern (wie wurde da mal wieder nicht gesagt, aber so der eine oder andere Konflikt in anderen Ländern bietet sich doch an als Grund). Böse Zungen geben dem Ganzen auch den Untertitel *Wie lasse ich ein Volk verschwinden*. Klar werden mit solchen Berichten und Interpretationen Ängste, Existenzängste um genau zu sein, geschürt. Doch was so abgeht, ist ja auch nimmer ganz knusper. Und wer auf solche Ideen als Mann der Wissenschaft kommt, hat absolut meiner bescheidenen Meinung nach versagt. Denn so ein persönlich gefärbter Käse hat über das Wohl und Weh eines Volkes schlicht nicht zu entscheiden. Egal, um welches Volk es sich dreht.

 

Joschka, VISA-Card und anderes Zeugs

Einfach so…alois

… da sitzt ma den ganzen Tag rum – oder auch nicht – wurschtelt am Computer – oder auch nicht. Aber egal, was ma macht, es geht einem allerlei Blödsinn und vielleicht auch weniger Blödsinn durch die Gehirnwindungen. So stell ich mir zum Beispiel ab und an Fragen wie: Ist die heutige Popszene nicht die Verkörperung des Grundgesetzes schlechthin? Jeder darf Musik machen, Platten aufnehmen und wird im Radio und Fernsehen gespielt, egal ob er oder sie singen kann oder nicht. Jeder Mensch ist gleich. Stimmt doch, oder?

Oder: Haben wir Menschen heute eine arg zu idealisierte Ansicht über das Perpetuum Mobile als Ergebnis von Ursache und Wirkung? Am besten, ich mach gar nicht (= die Ursache), aber ich krieg/ hab alles ( = Wirkung). Oder Thema Toleranz: Die ist schön und gut, solange sie nur bedeutet, daß ich selbst alles machen, sagen, denken und sonstwas kann, was ich will. Wahre Toleranz heißt, daß jeder alles toleriert, was ich auch toleriere. Alles, was ich sonst nicht versteh, hat nicht toleriert zu werden. Es darf sonstwo existieren, aber nicht in meiner Umgebung – das muß an Toleranz reichen. Und außerdem scheinen neunzig Prozent der Menschheit, wenn nicht mehr, den Status Quo erreicht zu haben. Welchen Status? Den, den ich wie folgt definiere: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Sei ma doch a mal ehrlich: Es sind nicht nur die Politiker, also die Berufsnichtstuer, die machen, was sie wollen. Und scheiß drauf, ob uns die „Oberen“ der Gesellschaft das vorgemacht haben oder nicht: Wir führen uns alle ständig auf wie der Rotz am Ärmel. Hier und da ein Gezicke vor dem Herrn, über dieses wird gemosert, sich über jenes beklagt – und wirklich wichtige oder gar interessante Gesprächsthemen haben die meisten aus Wissensmangel und chronischem Desinteresse an allem, was nicht „Ich“ heißt leider auch. Punkt Arbeitsmarkt: So Unrecht manche unserer Politiker haben, so sehr haben manche mit einem Satz auch recht: Mit Jammern ist es nicht getan.

Auch nicht damit, die Wirtschaft aus Angst, die letzten Kröten am Ende des Monats auch noch auszugeben, noch mehr in Schwierigkeiten zu bringen. Erstens: Die Situation ist beschissen bis mehr. Gut. Je mehr man sich allerdings reinsteigert und den elenden Sparkurs von oben auch noch mitfährt, umso mehr spielen wir der Verarmung in die Flossen. Oder meint jemand, ein Chef würde neue Arbeitsplätze schaffen, wenn man sich in eben jenem Geschäft nichts mehr kauft, weil man ja für schlechte Zeiten sparen muß? Da fliegen dann doch wohl eher noch mehr Leute, wenn die Umsätze sinken. Ja fein, man kann diese Themen und die eigene Verantwortung, die wir für die Wirtschaft haben, auch gern gegen die Krankenkassen, die seit diesem Jahr wieder sackweise Kohle machen, doch die Beiträge nicht senken, oder jemanden wie die Häupter der Deutschen Bank abwägen, die grad nur Bockmist bauen. Ein Plus ist überirdischer Höhe, aber Leute werden rausgeworfen. Schön, und von ein paar solchen Nasenbohrern wollen wir uns den Spaß am Leben und die Lust am Geld ausgeben versauen lassen? Schlechte Zeiten – gemessen an dem, was wir mal hatten – haben wir schon.

Oder sich die Lust am Leben verderben lassen von einem Bundeskanzler der ruhigen Hand (spinnt man den Gedanken weiter, wundert es nicht, daß er ein Kind adoptieren mußte…)? An dieser Stelle übrigens, Gerdi: Supa gmacht. Ganz klasse. Schon scheiße, wenn sich manche Leute die Werbekarte von damals (siehe Bildchen) doch aufgehoben haben. Ich wüßte da acht gute Gründe, die SPD nicht mehr zu wählen: s-c-h-r-ö-d-e-r. Und dann kommen wir erstmal zu den wirklich wichtigen anderen hundert Punkten. Glaubt Ihr, der gibt endlich Ruhe, wenn wir ihm einen Oscar und das Bundesverdienstkreuz geben? Das hat seit der Möchtgern-Nominierung von Dieter Bohlen eh seinen Glanz gänzlich verloren, also eh wurscht. Politiker sein ist schon eine Krux. Man hat die Chance, in die Geschichtsbücher einzugehen. Oder nur einzugehen.

Sei jedem selbst überlassen, was er oder sie denke, in welche Richtung Schröder tendiert. Aber lassen wir das, irgendwann frißt jeder, der höher kackt, als ihm der Popo hängt, seine eigene Scheiße – und nachdem der gemeine Normal-Bürger weiß, was wirklich wichtig ist im eigenen Leben und dem derjenigen, die einem was bedeuten, kann man das alles abwarten. Weil schlicht und ergreifend unwichtig. Fischer und die Visa-Affäre (O-ton Heinz: Daß den VISA noch nicht verklagt hat…). Ja mei, ist doch schön. So viele Visa, wie der auf dem Buckel hat, kriegt er doch, bevor wir für ihn auch noch Rente zahlen müssen, lebenslangen Aufenthalt in jedem anderen Land dieses Erdballs. Und nachdem Onkel Gerdi Deutschland – natürlich nicht ohne Hilfe anderer – äh – zumindest nicht wirtschaftlich hoch gebracht hat, fallen dem Joschi bestimmt auch viele Gründe ein, dann auszuwandern.

Insofern hat uns Joschka Fischer einen Gefallen getan: Er hat sich mit der VISA-Vergabe bei vielen Menschen so beliebt gemacht, daß sie ihn bestimmt dort später mit Kußhand aufnehmen. Muß man alles von der positiven Seite sehen. Die Ölpreise steigen? Ja freuen wir uns doch, daß wir überhaupt noch etwas von diesem edlem Rohstoff abbekommen haben und die Grünen den wahren Wert dieses Schatzes erkannt haben. Wär der Krempel wertlos, gäbe es nicht noch eine horrende Ökosteuer obendrauf. Ergo – freuen wir uns, daß wir so wiffe Köpfe im Lande haben und als Politiker Unser nennen dürfen. Ihr lacht?! Hey, Ihr seht das alles doch nur von der falschen Seite. Ich für meinen Teil sehe das wie der Psychopath aus „The Cell“: Es ist nicht real *zwitscher*.

Real ist, was man sich selber besorgen kann, was im hohen Alter, wie man seit der Werbung weiß, die langsamste Taube im Park ist. Und oh nein, wir wollen keine Spießer sein. Wir wollen kein Haus, von dem aus man die ganze Stadt sehen kann. Die ganzen Menschen, der ganze Smog und die Taubenscheiße… die verkniffenen Gesichter, das Gehetze auf der Straße, verbissene Autofahrer die sich gegenseitig schneiden und anmaulen, was das Zeug hält. Kiddies, die sich nur saudumm anblaffen – Menschen, die sich aufgrund unterschiedlicher Meinungen, Gesinnungen, Klamotten nicht an einen Tisch setzen können und einfach nur Menschen sein können. Denn einer ist immer besser, immer richtiger als der andere.

Nachdem wir an manchen Dingen im großen Stil nichts allein ändern können, bleibt nur, an sich selbst zu arbeiten, sich nicht fertig machen zu lassen, die Nase oben zu halten, sein Hirn und Herz zu benutzen – und sich in Gottes Namen endlich auf Dinge zu konzentrieren, die einen Kraftaufwand auch wert sind. Ein Zusammenhalten, ein Abend mit coolen Leuten, Offenheit, Gedankenaustausch – und keine Angst vor dem wirtschaftlichen Morgen. Ebenso wenig wie Angst vor dem, was man nicht kennt. Denn was sagt schon das Äußere? Was bringt einem ein punkig angehauchter Rebell, wenn er uns später mit der Ökosteuer und anderem Krimskrams in die Pfanne haut? Was bringt ein demokratischer Präsident, wenn jene Demokratie seine Diktatur für die ganze Welt ist? Was bringt ein Politiker, der an sein Land denkt, wenn er dabei nicht kapiert, daß es mehr gibt, als das, was innerhalb des eigenen Tellerrandes liegt oder dabei über Leichen geht? Was bringen stocksture Verfechter – egal welcher Ideologie – überhaupt, außer Ärger, wenn sie nicht in der Lage sind, sich selbst mal als das gleiche, nutzvolle oder –lose Zahnrädchen in einem Gefüge zu sehen, in dem es schon lange nicht mehr funktioniert, wenn jeder gegen jeden arbeitet, sondern man endlich kapieren muß, daß nur unterschiedliche Meinungen und Ideen einem schlußendlich zu wahren, ehrlichen und ansatzweise umfassenden Lösungen führen können? Das fängt am Kneipentisch an und zieht sich bis zur Globalisierung, die nur eine schlecht getarnte Ein-Mann-Weltmacht darstellen soll.

Nicht wir sind Teile von Meinungen und Taten – sie sind Teil von uns. Wir sind dafür verantwortlich, aber sie sind nicht alles, was jeden einzelnen von uns ausmacht. Wie oft stellt man sich die Frage, was man von Menschen wirklich weiß, die man vollkommen beurteilt? Was weiß die Omi von nebenan über den bösen, schwarzgekleideten Kerle in der Nachbarnwohnung? Was weiß der Lehrer über seinen aufmüpfigen Irokesen-Harrschnitt-Störenfried? Was weiß der Otto-Normal-Verbraucher über die aggressiv anmutende Kutte und die ‚wüsten’ Haare eines Metallers? Was weiß Bush über Bin Laden… okay, falscher Film. Kein gutes Argument. Was wissen wir schon, wie Leute, die sich hinter einem Klischee verstecken, wirklich sind? Nichs. Aber warum zum Geier sind wir alle zu feige, uns auch nur ein wenig damit auseinanderzusetzen? Warum schreien immer die nach Toleranz, die selbst am intolerantesten sind? Weil – wie eingangs erwähnt – doch immer nur an sich selbst gedacht wird und einem alles scheißwurscht ist, solange es einem selbst gut geht und man toleriert und akzeptiert wird? Man muß keine Meinungen tolerieren – aber hinsichtlich der evolutionären Entwicklung sollten wir geistig so weit sein, Menschen tolerieren zu können. Auch Politiker, die viel Mist basteln – irgendwann kriegen die ja auch ein Visa ;o)

Zumindest sollte einem der Versuch zur Kommunikation nicht zu anstrengend sein.

Hugh, ich habe gedacht – wer noch?

Was zum Henker ist eine Glosse??

Glosse, nicht Gosse!!

Aaalso, unter einer Glosse versteht man eine Berichterstattung, die mit Absicht sehr subjektiv gefärbt ist. Sprich, die eigene Meinung des Schreibelings fließt mit ein. Humor und Spitzzüngigkeit sind hier ebenso selten wie Ironie und Sarkasmus. Was den Wahreheitsgehalt der Fakten nicht schmälert. Die Kunst dabei ist affees, daß der Leser den objektiven Bereich hiervon vom subjektiven Part trennen kann.
Wir hoffen, unsere doofe Schreibe gibt das her und wir können Euch eine Menge Spaß, Information und Augenzwinkern bieten und Euch auch das eine oder andere hinterfragen lassen. Denn darum geht es in einer Glosse. Nicht nur Schönmalerei.

Die richtigen Themen haben wir uns ja ausgesucht – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommentare zu anderen Berichterstattungen und alles, was sonst noch anfällt unter News.

Viel Spaß

Lasset den Blödsinn die Welt regieren

Jim-Moriarty-jim-moriarty-35625501-413-500In diesem Sinne werden all diese Kategorien, die Euch nun angezeigt werden, nach und nach gefüllt werden und wir wenden unseren ausgewählten Themen sehr viel Bedacht und Muse zu. Versprochen. Stay curious – es geht lo-hos

 

P.S. Dieser Beitrag steht als erster in jeder Kategorie, weil… na, damit Ihr gleich seht, was auf Euch zukommt und nicht erst, wenn es zu spät ist – und damit wir auch mal durchblicken 😉