Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part III – ein Resumé

So äußerte sich das links einzustufende Blatt „Spiegel“ recht süffisant.
taran 1„Das Sklaverei-Epos „Django Unchained“ von Quentin Tarantino erfüllt die hohen Erwartungen nur teilweise, denn so ein Drei-Stunden-Kino-Ritt braucht mehr Pointen und Ideen. Aber zum Glück ist Dr. Schultz aus Düsseldorf ja mit dabei“. Die Formulierung der Besprechung an sich macht bereits eine abwertende Haltung deutlich. Es wird die Frage gestellt, ob all die Schießereien ihren Sinn hätten, aber Tarantino bediene auf jeden Fall seine Fans .
Es wird Tarantino selbst zitiert: „…aber wenn du mehr recherchierst, dann verliert sich das Intellektuelle, dann ist das nicht nur mehr Archivzeugs – es fährt dir in die Knochen. Es macht dich wütend, und du willst was tun. Ich kann Ihnen sagen: So schlimm es im Film auch zugeht, in Wirklichkeit ist noch viel Schlimmeres passiert“ . Dem Film wird zwar die gute Absicht nicht abgesprochen, allerdings werden an einem wirklich umgesetzten Fokus Zweifel angemeldet.
Das Zitieren der Nibelungensage lassen „allesendgültig aus dem Ruder laufen“ und summa summarum wird die Frage gestellt, ob der Stoff mehr dem Ego Tarantino´s diene als dem Film. Man müsse sich wohl darauf einstellen, dass von „Tarantino nur noch Götterdämmerung zu erwarten sei“.

Tarantino mache in „Django Unchained“ mit dem „white American male“ Schluss und die realitätsnahe Darstellung der Thematik wird gelobt. Der Film sei in der Tat schwer zu ertragen, verfüge teils über eine schon fast lachhaft überzogene Brutalität. Es wäre durchaus möglich, die Gewalt in diesem Film zu verurteilen, doch sich auch vor Augen halten, dass noch lange nicht alles so massiv gezeigt wird, wie es in dieser Epoche tatsächlich war.

Die Gewaltszenen, wie etwa das Zerfleischen des Sklaven D´Artagnan´s spielen im Rahmen des „Erwartbaren“ und weiche von der teils schon fast „comic-haften“ Darstellung, die sonst in Tarantino´s Filmen vorherrsche, ab. Gerade läge der Grund begraben, weshalb „Djano Unchained“ insbesondere in den Staaten derartige Diskussionen in Gang gebracht habe.

So groß die Diskrepanzen der Meinungen über „Djano Unchained“ sein mögen, so deutlich rückt auch die Thematik der Sklaverei immer in das Gespräch. Vielleicht mag der Fokus für einige nicht genug gesetzt sein, hierbei werden die Meinungen allerdings nach persönlichem Empfinden auch immer auseinander gehen. Und darin liegt auch die Kunst dieses Films:

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