Soilwork: „The Ride Majestic“

soilDas Album trägt dieses Titel absolut zu recht: Erhaben und absolut beeindruckend, was Soilwork mit diesem Album abliefern. Allein schon vor Björn Stid´s Gesangskünsten könnte man theoretisch fast niederknien. Kraftvoll und unglaublich facettenreich springt der Gute zwischen offenen, sehnsüchtigen Vocals und rabiaten Modern Metal-Tönen hin und her als wäre es das Einfachste der Welt.

Schon der Opener und Titeltrack präsentiert sich trocken zwischen Nu Metal-Elementen und progressiver Songführung, virtuos gespielt und doch nicht zu vertrackt. Mit „Aligh In The Aftermath“ geht die Combo volle Knäcke in die puschen, startet unnachgiebig, rasant, eigensinnig wütet der Songs, bis sich abermals tolle, einnehmende Vocal-Lines auftun – allein strukturell superb. Einer der hochkarätigsten Tracks stellt meiner Meinung nach „Death In General“ dar. Sphärisch-schräge Riggs gibt´s hier erstmal zum Klarkommen und lauernd überlagern sich diese mit ruhigen Atmospheric Rock-Passagen. Die klare Vocalführung ist bei diesem Song auch dominanter gestaltet, das Knurren und Growling mauert eher. Dafür gibt´s zwischendurch brachial Breaks erster Güte.

Ebenso glänzt „The Phantom“ mit erstklassigen, mega mitreißenden Auflösungen, die die düstere und wuchtige Grundausrichtung der Tracks aufbrechen. Dynamisch-wütendes Triggern, warmer Baß und leichte Black Metal-Elemente gibt´s ab und an obendrauf, währen die Gitarren ebenso ins Geschehen als „Stimme“ eingebunden werden und stark mit verantwortlich sind, für die emotionale Färbung.

Es ist verdammt schwer zu sagen, welcher Songs nun der beste ist, das ist schlicht unmöglich. Abwechslungsreich und einnehmend zugleich weckt jedes Stück auf diesem Output Neugier und den Durst nach mehr und die gesamte Platte von filigran-zerbrechlich-weich bis brachial und rücksichtslos wird abgedeckt. Allein die gespenstisch wirkenden Vocal-Lines in „Whirl Of Pain“ und das Gegenspiel des Gesang ist der Hammer. Absolut top, unnachgiebig, technisch versiert und bodenständig zugleich. mehr gibt´s dazu nicht zu sagen. EV

Tracklist:

The Ride Majestic
Aligh In The Aftermath
Death In General
Enemies In Fidelity
Petrichor By Sulphur
The Phantom
The Ride Majestic (Aspire Angelic)
Whirl Of Pain
All Along Echoing Paths
Shining Lights
Father And Son Watching The World Go Down

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