Huhu, wir sehen dich – die Stories um Weishaupt mal anders gesehen – eine Einladung zum Nachdenken

awDer Gründer der Illuminaten gilt ja als der böse Mann schlechthin. Und ganz klar, er ist gar nicht anno 1830 in Gotha gestorben, sondern wurde unter neuem Namen der erste Präsident der USA. Viele Mythen usw ranken sich um Johann Adam Weishaupt, der am 06. Februar 1748 in Ingolstadt zur Welt kam. In erster Linie war der Gute allerdings Philosoph, Hochschullehrer, Autor… und dabei belassen wir es erstmal.

Die von ihm gegründeten Illuminaten und auch Freimaurer (irgendwie zweifel ich ja dran, daß die wirklich auf seinem Mist gewachsen sind bzw das, was im Laufe der Illuminaten-Geschichte usw abging) … tjaja. Immer wieder ist die Rede von der ultimativen Verschwörung, der Illuminaten, die sich die Welt zu Eigen machen. Im Geheimen natürlich, sonst würden sich die lieben Menschleins ja nicht in Form von Verschwörungstheorien die Köpfe heiß reden.

Nun, an so manchen und vielen Machenschaften ist sicher einiges dran, keine Frage. Und die Frage nach der von einigen Seiten hinterfotzig angestrebten New World Order weisen wir jetzt auch einmal nicht von der Hand. Doch warum der Name „Illuminaten“? Nun gut: Da kann sich ja keiner mehr wehren. Seien wir doch mal ehrlich: Beliest man sich auch nur ein wenig und sucht dabei nicht in einem Micky Mouse-Heft, kann man ganz leicht eventuell auf die Idee kommen, daß die ursprüngliche Idee mal wieder im Keim erstickt wurde, denn die können die Großkopferten nicht gebrauchen.

Wie wir darauf kommen? Nun, zum einen war Weishaupt kein Blöder und hielt sich auch nicht für einen Halbgott, der die Welt unter seine Fuchtel reißen kann. Der Wunsch nach Veränderung war da, doch allein sein Hang zum Deismus macht deutlich, daß er durchaus bei Verstand war und nicht von der ultimativen Weltherrschaft im bösartigen Sinne träumte. Nun, was zum Geier war jetzt Deismus noch mal? Kommt vom lateinischen Deus (Gott) und bedeutet: Man glaubt daran und ist auch davon überzeugt, daß eine höhere Macht verantwortlich für das Entstehen des Universums, des Lebens etc ist. Ob das nun ein weißbärtiger Mann ist oder einfach ein Staubkörnchen im All sei jetzt mal dahingestellt, Vielleicht war´s auch doch die These vom implodierenden Schwarzen Loch. Fakt ist aber mal: Es bedeutet, man akzeptiert, daß man nicht die Spitze von allem ist und es noch etwas Größeres gibt.

Zum anderen wird Weishaupt auch die Verfechtung des Republikanismus nachgesagt. Nein, das heißt nicht, daß er die beiden Saftsäcke von Bush gewählt hätte. Es geht um gewisse Grundprinzipien. Aber bitte: Ihr habt Internet und wenn Euch dieses Thema interessiert, dann ist doch sicher auch ein Jucken im Finger, selbst ein wenig zu recherchieren. Ein weiteres Ziel Weishaupts war es, Wissen unter die Leute zu bringen. Nicht er als großer Meister, sondern einfach ein Austausch über Benimm, Wissen, Theorien etc und die Möglichkeit für alle, sich Wissen aneignen zu können, wenn sie es denn möchten. In der heutigen Gesellschaft schaut´s so aus: Wissen könnten wir uns einverleiben ohne Ende, aber die meisten bleiben einfach lieber bleed.

Ein kleiner weitere Gedanke Weishaupts war auch, die Vorherrschaft des Menschen über andere Menschen unnötig zu machen. Allein durch das Erlernen und ausüben einer gewissen Sittlichkeit. Daher kommt übrigens auch der Knigge. Hält man sich an ein paar moralisch eigentlich normale Regeln, geschieht folgendes: Entweder, es fällt einem nicht schwer, weil man einfach ein Gefühl dafür hat und es von Haus aus richtig anfühlt. Oder man ist ein moralischer und sittlicher Batzen und erlernt durch das Einhalten dieser Vorgaben wieder ein Gespür für den richtigen Umgang.

Summa summarum, bemüht sich dann der Mensch auch noch um Wissen und Verständnis, würde das doch ein wesentlich besseres und harmonischeres Miteinander geben. Wo Verständnis, Rücksicht und weniger Kleinlichkeit aufgrund von nicht benutztem Hirn und Anstand herrschen, würde sich die Menschheit sicher in ihrer Gesamtheit wie im Kleinen zum Besseren verändern. Und ein „El Cheffe von allem“ wäre nicht mehr in dieser Form nötig, keine Diktatur etc… zugegeben, ein Utopia., aber ein klein bißchen wären Verbesserungen sicher zu erzielen.

Inwiefern die werten Herrn und Damen Freimaurer diesen Gedanken weiter geführt haben… Ich wage es zu bezweifeln und betrachten wir also die Illuminaten einfach mal ganz für sich: Ein Konstrukt aus Weishaupts Kopf. Seine „Loge“ und seine „Ränge“ waren keine als solche und einen gescheiten Plan für so einen Quatsch gab es auch noch nicht. Die Idee dahinter wäre eh eher vergleichbar mit dem Erreichen einer weiteren Stufe in seiner eigenen Entwicklung gewesen und nicht wie es irgendwelche Sekten und Geheimbünde praktizieren. Wie ein Aufsteigen in die nächste Klasse an der Schul´ halt. Bei den Freimaurern war es ja mehr der Grundgedanke, jeder solle seinen in der Gesellschaft angestammten Platz einnehmen zu einer Festigung der gesellschaftlichen „Mauer“. Also auch schon wieder Diktiererei mit ein paar Oberen, die das Sagen haben.

Weishaupts Denken gleicht mehr einem selbstverantwortlichen und verantwortungsbewussten Umgang mit Wissen und, dem Leben und an sich einfach grundsätzlich. Neben dem Begriff der Illuminaten könnte dabei der Einsatz des Wortes hier auch abgeleitet sein von der Illuminations-Philosophie. Diese ist drauf aufgebaut, daß der Mensch über ein intuitives Wissen verfügt und dieses auch erweitern kann. Wie in Mathe: Manches versteht man eben auch Anhieb, Formel XY etc – der Spaß dabei ist: Je mehr man sein Gehirn fordert und trainiert, umso öfter passiert sowas. Aber das nur am Rande.
Die Illuminations-Philosophie ist absolut nichts Böses, sie spricht davon, daß man einen Punkt erreichen kann, andem man einfach das Grundprinzip, auch in Sachen Glaube und Religion verstanden hat. Und ganz ehrlich: Das würde es wirklich überflüssig machen, Macht über andere ausüben zu wollen. Zu welchem Zweck denn noch? Man hat ja keine Handhabe und keinen Druckpuntk mehr. Menschen, die nicht dumm gehalten sind, wissen, was richtig und falsch ist… da erledigt sich jede Verschwörung von allein.

Und genau darum müssen es natürlich die Illuminaten sein, die an den ganzen bösen Machenschaften schuld sein. An sich nur eine Idee für etwas Besseres, die sicher noch in so manchem eh schlummert – aber nie als eine derartige Organisation überhaupt zu Stande kam. Darum kann man den Namen auch einfach gern benutzen, um die eigenen Machenschaften den nicht-existenten „Bösen“ Illuminaten in die Schuhe zu schieben. Weishaupt muß der Böse gewesen sein – naja, zumindest dient er gut als Prügelknabe für die Kapitalisten und Machtgeilen als Jemand, dessen angeblich Organisation man vorschieben kann. Während die Echten da draußen nur noch den Kopf darüber schütteln. Sehnen wir´s doch einfach mal von der Seite? Gute These oder? Was wäre, wenn „echte“ Illuminaten mal aufstehen würden? Ihr seid zum Nachdenken eingeladen. EV

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