´Luca Turilli´s Rhapsody: „Prometheus – Symphonia Ignis Divinus”

rhapHolla, die Waldfee – Cineatic Metal trifft es schon ganz gut, was der Kopf von Rhapsody mit seiner Crew hier gezaubert hat. Ein songwriterisches Meisterwerk, daß mehr einer Oper und einer Inszenierung gleich kommt als einem herkömmlichen Musik-Album. Der Hang zu filmischen Einsprengsel ist bei Luca Turilli ist ja spätestens seit der Einbindung des Themas aus „Phenomena“ echt kein Geheimnis mehr und wenn ein Musik schon auf Filme der Marke Argento musikalisch zugreift, Christopher Lee (R.I.P.) mit an Bord holt… klar, daß die Reise dann irgendwann eventuell in etwas Großem endet.

„Prometheus“ beginnt mit einem furiosen Auftakt, hochelegant, die Dramatik durch mehrstimmige Parts untermauert und spektakulär verwobenen Chanons. Allgemein finden sich häufig vielfache Gesangslines, mehrstimmige Choräle auf diesem Album, die die Dynamik und den Opern-Touch natürlich ganz klar noch mehr zum Tragen bringen. Theatralik in italienischer Eleganz und Erhabenheit möchte man sagen. Über die technischen Finessen des melodischen, klassischen und virtuosen Metals noch ein Wort zu verlieren, erübrigt sich irgendwie. Handwerkliche Klasse trifft auf ausgeklügelte Kompositionen, inbrünstige Vocals, gekonnte Transparenz und nie ein zu viel an Bombast. Obgleich man an dem beim Songwriting echt nicht gespart hat.

Anspieltips zu geben ist müßig, das Album besteht aus kleinen Kunstwerken, die sich alle auf ihre Art und Weise beeindruckend zeigen. Übergänge, sowohl in Tempo als auch weiterführende Melodienwechsel sind stets fließend, natürlich und aus sich heraus gestaltet. Erfrischend die Vocals, die eben nicht die ganze Zeit „knödlig“ um die Ecke biegen, sondern eine bodenständigere Emotionalität an den Tag legen. Bei „Rosenkreuz“ kommen diese auch mehr aus sich heraus und der Wechselgesang steht dem flotten Track ebenso gut zu Gesicht wie die eingeflochtenen Chorpassagen.

„Anahata” könnte glatt einem Soundtrack entsprungen sein, was eigentlich für alle Songs dieses zerbrechlichen Kunstwerks gilt. Flehend, majestätisch, mal mehr Betonung auf den Vocals und die Instrumentierung wunderbar herumgestrickt… So etwa bei „Notturno”, bei dem sich erstklassiger Sopran zu dem leichtfüßigen Tenor gesellt. Eine wunderbare Melange, deren Steigerung nicht nur allein in der Instrumentierungsfülle liegt.

Tracklist:

Nova Genesis (Ad Splendorem Angeli Triumphantis)
Il Cigne Nero
Rosenkreuz (The Rose And The Cross)
Anahata
Il tempo Degli Dei
One Ring To Rule Them All
Notturno
Prometheus
King Solomon And The 72 Names Of God
Yggdrasil
Of Michael The Archangel And Lucifer´s Fall Part Ii Codex Nemesis

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