Torchwood – Staffel II

torch 1Über die erste Staffel haben wir Euch, liebe Leser, ja bereits zugtextet. Bekanntlich läuft es bei Serien ja immer so, daß die erste Staffel einen mit der Materie an sich und den Hauptcharakteren, der grundsätzlichen Idee vertraut macht und noch etwas an der Oberfläche kratzt. So ist es natürlich hier auch. Die zweite Staffel geht aber ganz schön dicke ans Eingemachte.

Und auch, wenn man sich über ein Wiedersehen mit James Masters („Spike“ aus „Buffy“ und „Angel“ sowie aus „Smallville“ bekannt etc) – man ahnt zu Recht nichts Gutes. Als ehemaliger Partner (in mehrerlei Hinsicht) des Captains will er zwar nicht wirklich für Ärger sorgen – doch so gibt eins das andere und so soll eine einzige Bemerkung in der ersten Folge von Captain John Hart (Masters) sich am Ende der Staffel als katastrophales Omen herausstellen.

Doch bis dahin ist´s ein weiter Weg, der verschiedene Herausforderungen bereithält. Wer „Torchwood“ und „Doctor Who“ absolut unabhängig voneinander gesehen hat, wird wieder einmal erstaunt sein, wie sehr die beiden Serien bereits zu früheren Zeitpunkten über Staffel-Distanz hinweg ineinandergreifen und will man mal auf die Schnelle eine Chronologie der beiden Serien im Kopf anlegen, dürfte es etwas knifflig werden. Daher braucht mal also auch nicht verwundert sein, wenn Jack Harkness von „seinem Doctor“ erzählt – sondern sich einfach mal „Doctor Who“ auch anschauen. Auch Martha Jones, eine Begleiterin des Doctors ist in dieser Staffel aktiv eingebunden. Allerdings in ihrer Zeit nach dem Reisen mit dem Doc.

Es ist wirklich beachtlich, wieviel Reichtum an Phantasie bei den Machern der beiden Serien vorhanden ist, da hat man mal wieder sich selbst ersetzendes und wachsendes Fleisch, einen Außerirdischen, der aus Ianto einen, seiner eigenen Meinung nach, bestialischen Frauenmörder macht, Tosh liebeskrank werden läßt, Jack Erinnerungen an seinen verschwundenen Bruder Gray bringt (den John zu Beginn erwähnte) und Gwen, die ihren Verlobten Reece nicht mal mehr erkennt – an vielseitigen Problemen mangelt es dem „Torchwood“-Team also wahrlich nicht.

torch 2Dabei ist es auch immer wieder der britische Humor, der für absolut abstruse Lacher sorgt, die eigentlich absolut unangebracht scheinen, allein die Streits zwischen Reese und Gwen sind wunderbar. Vorsichtig Spoiler-Alarm und sinngemäß: „Ich jage Aliens.“ „Ach, leck mich doch am Arsch.“ Ja, richtig, so viel sei verraten, der Gute erfährt dann doch endlich mal, daß seine Liebste längst nicht mehr bei der Polizei ist. Und will sich natürlich gleich mit einbringen. Die vielgeliebte Vergessens-Pille lehnt Gwen aus Liebe zu ihm vor dem Team ab und zwingt ihnen somit an sich ihr Privatleben auf.

Jack hat nebenbei auch immer wieder damit zu kämpfen, daß ihm seine längere Abstinenz von seinem Team vorgehalten wird… Übrigens auch sehr ulkig: Als sowieso alle im Team nicht wirklich sie selbst sind, ist es diesmal nicht Tosh, die unglücklich schmachtet. Gwen´s Schwangerschaft ist natürlich auch nicht von dieser Welt und richtig genial dramatisch ist Owen´s Kamp gegen den Tod. Der Soundtrack tut dazu auch sein Übriges. Die Folge hat es in sich.

Das DVD-/Bluray-Set hat natürlichb auch Bonus-Material am Start: Satte 50 Minuten mit dem Titel „Das Leben und Sterben des Captain Jack“ (dessen Geheimnis man übrigens durch diese Staffel immer noch wirklich auf die Spur kommt), einigen Outtakes und nicht verwendeten Szenen. Für Sci-Fi- und Serien-Kranke absolut unverzichtbar und erfrischend anders als Marken wie „Akte X“ oder „Fringe“. Eine Anmerkung zum Ende noch: Der Härtegrad ist ein etwas anderer als bei „Doctor Who“, daher FSK 16. (Polyband) EV

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