Was fängt man denn mit Bloggern an?

Das waren noch Zeiten, als man sich richtig ins Zeug legen mußte, eine Webpräsenz an den Stat zu bringen, oder? Erst mal einen gescheiten Anbieter aussuchen, denn schließlich will man doch ein bißchen Leistung für die Kröten haben, die man für Webspace berappen muß. Und für Traffic etc… Die Anbieter schoßen aus den Boden und sich in dem Angebot zu Recht zu finden, war für Neulinge auf jeden Fall oft ein Drama. Versteckte Kosten wie überall in der Wirtschaft und kein Paket war wirklich absolut so, daß es ein Rund-um-Wohlfühl-Paket darstellte. Zumindest gab es immer was zu motzen.
Von HMTL über Java bis zu MySqul, PHP etc eignete man sich oftmals mühsam alles Mögliche an, damit man schön viel Firlefanz auf seiner Webseite präsentieren konnte, sich evtl bei größeren Unterfangen inkl. Archiv und umfangreichen Suchfunktionen evtl die Arbeit etwas erleichtern konnte und was fürs Auge bot. Und es waren noch Zeiten, als Werbung dezent eingebunden wurde, mal eine Graphik hier und da und gut war´s. Da nervten schon Pop-Ups, also Fenster die zeitgleich mit der angewählten Website aufgingen, wenn sie ab und zu mal integriert waren.

Daß sich in den Punkt das Netz teilweise überschlägt und die manche zu immer mieseren Mitteln greifen, war nur eine Frage der Zeit. Da werden ungefragt Malware-Programme eingebaut, die man sich schneller einfängt als einen Pickel und die ständig den Browser mit tausend Werbefenstern zupflastern. Den Sinn, den diese Werbeträger darin sehen, verstehe ich Idiot allerdings nicht: Schön, daß sich eine Firma o.ä. ihrer angenommen hat und ihre Werbung einblendet, aber diese gehäufte Kacke liest doch keine Sau. Man ist nur noch mit Wegklicken beschäftigt. Die Homepage-Betreiber sind dabei die, die das Nachsehen haben und null dafür können, hat sich so ein Drecks-Programm erst einmal eingenistet. Aber es hilft natürlich der Wirtschaft, denn hat man so ein Mist-Ding aufm Rechner, hilft oft nur noch ein Gegenprogramm.

Aber das ist ja gar nicht der Punkt dieses Geschreibsels. Wo sich also irgendwann mal Leutchen im Netz mit eigenen Seiten tummelten, um so zu informieren, ihre Firma vorstellten etc, kamen immer Leute auf die Idee und fühlten sich berufen, auch im Netz was zu bauen. Naja, ein bißchen Narzismus darf schon sein und wo die Presse mehr und mehr nicht wirklich – öh – unabhängig ist, tut ´s auch schon mal Not, daß auch der kleine Mann von nebenan seine Waffel aufreißt.

Wo manche auf Webspace-Angebote eingestiegen sind, haben andere gleich wesentlich mehr in die Vollen gegriffen, einen eigenen Server an den Start gebracht und, und, und. Und nun kommt da die Blogger: Von Tuten und Blasen, also Programmieren wahrscheinlich keinen Plan wird sich eine fertige Vorlage geschnappt und ein bißchen rumgebastelt und schon ganz losgehen. Und munter, fröhlich kann man aus vollem Herzen seinen Rotz nicht nur via soziale Netzwerken losbekommen, sondern auch auf diese Art. Und das Ganze teils sogar noch umsonst. Ts. Böse Anbieter. Nun ja, in For Free-Versionen sind nicht alle Sächelchen möglich, aber immerhin.

So, nun haben wir wieder mal die berühmte Frage nach dem Pro und dem Contra: Nicht jeder Quatsch, der sich auf solchen Websites findet, macht auch Sinn oder bietet echte Info. Es ist fast so, als könne jeder wie eine Art Zeitung Informationen von sich geben, Fakten und Käse verbreiten… Satire wird nicht mehr als solches erkennbar gemacht und besonders im Moment prallen manche Themen auch auf wahrlich fruchtbaren Boden und schüren die eh schon vorhandene Hysterie. Eine Sache, die uns alle eh auszuzeichnen scheint.

Betrachtet man Presse und Co ist es mit Sicherheit auch wichtig, andere Stimmen zu hören: Sei es nun mal wirklich objektive Kritik, offene und fundierte Informationen usw. Doch gerade als Blogger sollte man sich da auch mal bewußt sein, daß Menschen den Quatsch auch lesen. Das ist ja an sich das Ziel der Ganzen Unternehmung. Insofern sollte man sich auch seiner Verantwortung bewußt sein, was man so on sich gibt und welche Auswirkungen der ein oder andere Kommentar mitunter haben kann. Und man sollte nicht nur zu seinem eigenen Vorteil damit kalkulieren, daß man ja durch das Netz der unmöglichen Möglichkeiten jeden Hanswurst einer treuen Gefolgsleut rekrutieren und beeinflussen kann, wie es einem gerade in den Kram paßt. Solchen Leuten gehören nämlich meiner Meinung nach genau so die Finger weit entfernt von jeder Tastatur versteckt, wie man es bei manchen Redakteuren machen müßte.

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