Dawn Of Destiny: „To Hell“

dawn of destinyBei dieser Scheibe kann man nur hoffen, daß die werte Metalschaft auch genug drauf aufmerksam gemacht wird. Die – hm – nun ja, was eigentlich-Metaller Dawn Of Destiny haben hier ein superbes Konzeptalbum aus dem Ärmel gezaubert, das den Vergleich mit vielen Größen der Szene nicht zu scheuen braucht. Füllig, melodisch, dezent symphonisch in der Songführung und einem Hauch Savatage reiht sich hier eine musikalische Perle an die andere. Nennt es, wie Ihr wollt: Melodic Power Metal mit einem Hauch Düsternis. Sängerin Jeannete Scherff hebt sich dabei herrlich von allen Möchtegern-Nightwish-Klonen stimmlich ab, hier regiert eher die wuchtige, emotionale und doch filigrane Power einer Lee Aaron oder Doro. Liebevolle Details wie auch einnehmende, großflächige Momente werden zu einem echten Hochgenuß und mit den beiden Gastsängern Zach Stevens (Circle II Circle, Ex-Savatage, TSO) und Soilwork´s Björn Strid hat man zwei weitere hochkarätige Musiker für sich gewinnen können.

Was ich persönlich absolut klasse finde, daß zwar enorm starke Gedanken an Savatage und TSO wach werden, diese aber nicht als Abklatsch daherkommen, sondern sich die Band um Gitarrist und Mastermind Jens Faber eine eigene Nische geschaffen hat, in der man eben weiß, wie man mit den Elementen zu spielen hat, um wirklich Sounderlebnisse zu kreieren. Wer nun meint, der „Female Fronted Metal“ (das ist ja voll das Metal-Unwort-Gebilde des Jahrhunderts) sei was für Weicheier, irrt gewaltig. Kraftstrotzend, enorm dynamisch, eigensinnig und sehr emotional geht es auf diesem Album zur Sache, dessen Hintergrund-Story man sich auch unbedingt mal reinziehen sollte. Umsonst schreiben Leutchen nämlich keine Konzeptalben, kappisch?!

Ab dem 2. Oktobert wird „To Hell“ die Musikläden zieren und den Tag sollte man sich wirklich gut vormerken. Auch wenn der Sound der Band symphonisch angehaucht ist, findet man doch die Power und Eigensinnigkeit der Marke Grave Digger, Demons & Wizards ebenso. Abwechslung wird auch innerhalb der Songverläufe groß geschrieben, dabei fließt doch alles nahtlos ineinander und ergibt ein großes Brett nach dem anderen und eine gesunde Portion Emotionalität. Ein wahrlich „echtes“ Album, an dem man als Fans melodischen, harten und anspruchsvollen Sounds nicht vorbeikommt.

Anspieltips? Alle

Tracklist:

Hide Our Sorrow
Fire
From Paradise
To Hell
Scream
Hateful Hearts
Burn In The Fire
Only The Ocean Knows
Light In The Night
Destroy My World
Belief
Life
Forgive

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