Raven: „ExtermiNation“

ravenNicht zu halten und immer mitten rein: So präsentieren sich die Urgesteine, die doch so drei, vier Jährchen (hust) auf dem Buckel haben, auch mit ihrem neuen Album „ExtermiNation“. Mit „Destroy All Monsters“ steigen Raven dem Titel entsprechend etwas gespenstisch inszeniert ins Geschehen ein und drücken dann so richtig auf die Tube. Blitzsauberes und akzentuiertes Drumming, schneidende Gitarren, durchweg einen flotten Zahn drauf und mit wunderbar eigensinnigen und doch einnehmenden und einprägsamen Hooks geht´s auf diesem Silberling zur Sache. Frisch und kraftstrotzend metallen sich Raven auch durch „Tomorrow“, „Feeding The Monster“ und lassen dabei auch Einflüsse unterschiedlichster Art nicht außen vor.

Wenn wir schon bei „Feeding The Monster“ sind – hier hat die 70er Dynamik à la Deep Purple auch ein Wörtchen mitzureden, zumindest wenn man auf deren härteres Material ein Auge wirft. „ExtermiNation“ bedient jeden Metalhead, der sein Herz an Soundmaker wie Dio, Whitesnake und Co verloren hat. Der bluesige Aspekt schwingt locker flockig und absolut logisch eingebastelt mit, die Vocals präsentieren eine klasse Line nach der anderen. Frech und energisch gehen Raven also auch anno 2015 zu Werke und lassen nichts anbrennen. Ein heißer Tip zum Reinlauschen: „Fire Burns Within“, das einen klasse Groove mit sich bringt und für alle, die einen Hauch Funk nicht verachten, sei „Scream“ genannt – hier wird exakt jenes Element wunderprächtig druckvoll und unnachgiebig ins Gesamtkonstrukt eingebaut.

Auch nicht weghören sollten Judas Priest-Fans, insbesondere aus der Ära mit Tim „Ripper“ Owens oder wer auf schräg-monotone Momente von Megadeth wie etwa bei „Moto Psycho“ steht. Das Material auf diesem Output ist sicherlich wunderbar geeignet, auch die Massen zu bewegen, doch eben auch nicht wieder so oberflächlich, daß es nur die begeistern würde. Auch klasse, auch zum Mitstampfen: „Silver Bullet“. Ich könnte nun ewig so weitermachen und das Album feiern bis zum Geht-Nicht-Mehr, aber… selbst holen und die Anlage richtig einstellen 😉

Tracklist:

Destroy All The Monsters
Tomorrow
It´s Not What You Got
Fight
Battle Mrach Tank Treads (The Blood Runs Red)
Feeding The Monster
Fire Burns Within
Scream
One More Day
Thunder Down Under
No Surrender
Golden Dawn
Silver Bullet
River Of No Return
Malice In Geordieland

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