Full Devil Jacket: „Valley Of The Bones“

full devilGleich vorweg: Dieses Album ist der Knaller und als gescheiter Metalhead holt man sich das und fragt nicht blöd. Gar nicht erst versuchen. Tja, der Nu Metal kann auch was anderes als „richtige“ Metaller bis aufs Knochenmark ärgern. Und nein, immer noch keine blöden Fragen bitte: Full Devil Jacket sind keine Nickelback für Große, Limb Bizkit für Ideenreichere, Sunset Ave für Mutigere etc bla bla. Das ist mehr so der Krieg der Welten mit Hochzeit am Ende. Nu Metal-Elemente knallen auf zeitlosen, traditionellen Sound, beide Macharten und Trademarks werden kräftig durch geschüttelt und mit verschiedensten Facetten versehen.

Könnte in die Hose gehen, hätten Full Devil Jacket keinen Plan als Musiker und Künstler, dem ist aber nicht so. Die Mischung ist schlichtweg phantastisch gelungen und bietet einen großartigen Output mit immenser Faszination und Ausstrahlung. Da könnten auch mal Queensryche Pate gestanden haben, insbesondere trockenere, sphärischere Tracks wie „Jet City Woman“ kommen einem in den Sinn, im nächsten Moment glänzen die Vocals wieder im typischen Nu Metal-Style: Raubeinig-wehleidig, bloß mit dem Unterschied, daß es bei dieser Band eben nicht wehleidig klingt. Eine Menge Biß wohnt den Songs inne, was sie auch zu jeder Zeit unter Beweis stellt. Ein enorm starker Song ist „The Moment“, der die Bandbreite der Band hinsichtlich der Stimmungs- und Melodie-Power, die hier dahinter steckt.

Bei „We Got The Love“ blitzen die 80er ganz gewaltig auf, mitreißend und knackig und während sich an manchen Stellen derbe, kompromißlose Passagen breit machen und das Ruder übernehmen, fallen immer wieder die kleinen Facetten ins Gewicht – mal ein Synthie hier, mal sanftere Vocals hier… Die pendelt sowieso mehr als gekonnt zwischen den Genres, von kehlig-dreckig bis hin zu enorm melodiöse und etwas klarer. Neben den erwähnten Elementen gestalten sich die einnehmenden Songs, die geradewegs mit vielen Seiteneffekten durch gehen, auch mal mit Einsprengseln aus dem Death-Bereich und Hardcore, der Mischung schadet es nichts. Ein unglaublich intensives, saftiges Album, das Hunger auf mehr macht und definitiv aus der Masse heraussticht – und dies nicht nur in einem Genre.

Tracklist:

Killers
Valley Of Bones
7X Down
The Moment
We Got The Love
What If I Say
Blood Of the Innocent
Picturebox Voodoo
Paper Crown
August
Time In The Flames (Europa – Bonus)

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