Michael Jürgs: „Der Tag danach“

„Wenn das Leben über Nacht nicht mehr ist, wie es gestern noch war“ – so er Untertitel dieses Buches, erschienen im Goldmann-Verlag. Jeder hat es wohl schon einmal erlebt: Von einem Tag auf den anderen ändert sich schlagartig alles. Das Leben steht Kopf. Im Negativen oder auch im Positiven. Doch manchmal sind es derart einschneidende Veränderungen, daß man vollends aus der Bahn geworfen wird.

der tag danachDer Autor widmet sich diesen Erlebnissen in diesem Buch – wie gehen andere Menschen damit um? Sei es mit dem Verlust eines geliebten Menschen, einer steilen Karriere, den Verlust der finanziellen Existenz oder des Jobs. Manche stehen einfach wieder auf und schütteln sich ab, als wäre nichts gewesen, wieder andere beschreiten auf ein solches Erlebnis hin vollkommen neue Wege. Wieder andere nehmen das Geschehene zwar zur Kenntnis, machen es sich aber nicht richtig bewußt, verdrängen tief in sich hinein. Und wieder andere durchleben dieses Tief oder Hoch mit dem nötigen Weitblick und frei von Resignation.

Michael Jürgs hat sich dabei nicht einfach wild in die nächste Fußgängerzone aufgemacht und Menschen befragt, er nahm sich Personen vor, die, zumindest zum Teil jedem bekannt sein dürften: Marius Müller-Westernhagen, Peter Scholl-Latour, Ulrich Wickert, Rudolf Seiters, Martin Willich, Maria Rosskopf, Hanns-Eberhard Schleyer, Lothar de Maiziere, Frank Elstner, Joachim Gauck, Peter Gauweiler – eine Menge prominenter Namen tauchen in diesen Buch auf und erzählen ihre Geschichte von jedem Tag, der ihr Leben für immer veränderte.

Dabei ist dies nicht bloß als kahle Abhandlung umgesetzt, sondern sehr emotional und greifbar für den Leser verfaßt. Es regiert die Menschlichkeit, ob die betreffende Person nun leiden kann oder nicht – hier geht es eben um eine Thematik, der jeder einmal ausgesetzt ist und niemand kann behaupten, daß alles spurlos an einem vorbei geht. So zeigt dieses Buch nicht nur eben die Verhaltensweisen anderer, deren Umgang mit diesem Phänomen, sondern auch, daß nun mal hinter den größten Namen auch nur Menschen stecken. (Goldmann)

 

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