Langenscheidt: „Muckefuck & Sendeschluss – Wörter außer Betrieb“

Gleich vorweg: Ein absolut herziges Büchlein ist dieses keine Sammelsurium an nicht allzu oft gebrauchten Wörtern. Da wird mit Sarkasmus, ironischen und zynischen Bemerkungen um sich geworfen, daß einem die Ohren klingeln. Und man bekommt zudem alles aber noch wirklich gut erklärt. Manchmal scheint man das Unverständnis für den Autoren mit der glänzenden Schreibe fast greifen zu können und ob man will oder nicht: Schmunzeln ist langenscheidt buchangesagt.

Eine sehr kurzweilige Sache, die einen nur zu gern nach dem Lesegenuß weiter in Erinnerungen schwelgen läßt. Da wird rotzfrech gefragt, was „eskapistische Hippie-Kiffschlampen“ denn eigentlich mit der Bedeutung des Blumenkindes (Hochzeit) zu tun haben. Bei dem Slogan „Weiß der Geier“ fällt einem eigentlich nur exakt dieser Spruch ein, würde einer fragen „was wollte uns der Autor damit sagen“. Herrlich erfrischend werden einem als Leser traditionelle und fast vergessene Begriffe wieder näher gebracht:

Sei es das Fräuleinwunder, Kokolores, hanebüchen, die Erbsenpistole, der Griffelkasten… auch zum Brüllen die Anmerkung zum Kratzfuß und erst recht zum Buko… lachet, genießet und lernet. Ein Augenzwinkern zurück und mit Stil. „Muckefuck & Sendeschluss – Wörter außer Betrieb“ ist einfach wirklich ein peppiges, elegant und zugleich frech geschriebenes Buch, das man sich mal zu Gemüte führen sollte.

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